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Die langen Schlangen in den Wahllokalen in Everswinkel und Alverskirchen hatten es schon vermuten lassen. Bei den Wahlen zum Kirchenvorstand und zum Pfarrgemeinderat der fusionierten Kirchengemeinde St. Magnus/St. Agatha hat es gegenüber den Wahlen zuvor eine deutlich höhere Wahlbeteiligung gegeben. Für den Kirchenvorstand votierten 20,5 Prozent der Wahlberechtigten und für den Pfarrgemeinderat waren es 19,9 Prozent. Die Unterschiede sind darin begründet, dass für den Pfarrgemeinderat bereits mit 16 Jahren gewählt werden darf. Zum Vergleich: Bistumsweit hatte im Jahr 2005 die Wahlbeteiligung bei elf Prozent gelegen. Deutliche Unterschiede konnte Pfarrer Hagedorn bei der Bekanntgabe des Ergebnisses zwischen Alverskirchen und Everswinkel vermelden. Bei der Wahl zum Kirchenvorstand lagen die Mitglieder der ehemaligen Gemeinde St. Agatha mit 39,3 Prozent deutlich vor St. Magnus mit 15,34 Prozent. Ähnlich sieht es bei der Wahl zum Pfarrgemeinderat aus. Hier haben 38,6 Prozent der Alverskirchener Gemeindemitglieder ihre Stimme abgegeben. In St. Magnus waren es 14,8 Prozent. „Das Bemühen, möglichst viele Mitglieder aus der bisher selbstständigen Gemeinden in die Gremien zu bekommen, hat zu dieser Mobilisierung geführt“, findet Gerda Rogall, Vorsitzende des Wahlausschusses, dafür eine schlüssige Erklärung. Im Gesamtergebnis bedeutet die Wahl, dass in sowohl im Kirchenvorstand als auch im Pfarrgemeinderat die beiden Ortsteile je fünf Stimmen (Kirchenvorstand) und acht Stimmen (Pfarrgemeinderat) paritätisch vertreten sind. Pfarrer Heinrich Hagedorn zeigte sich zufrieden mit diesem Votum. „Die Stimmengleichheit in den Gremien wird die künftige Arbeit erleichtern“, war sein Kommentar gleich nach Bekanntgabe des Ergebnisses. Und Rogall freute sich darüber, „dass mögliche Spannungen zwischen den Mitgliedern von St. Agatha und St. Magnus so vermieden werden.“ Noch vor dem Gang zu den Wahlurnen hatte sie im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten die Bedeutung der Wahl unterstrichen. „Die Arbeit der gemeindlichen Gremien trägt wesentlich dazu bei, dass die fusionierte Gemeinde auch wirklich zusammenwächst.“ Die Interessen der beiden seelsorgerischen Bereiche in Everswinkel und Alverskirchen dabei ausgewogen zu berücksichtigen, sei eine der großen Zukunftssaufgaben. Für den Kirchenvorstand waren zehn Mitglieder zu bestimmen. 15 Frauen und Männer hatten sich zu einer Kandidatur bereiterklärt. Acht davon gehörten bisher der St. Magnus-Gemeinde an, sieben St. Agatha. Der Pfarrgemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern. VON GÜNTER WEHMEYER Quelle: Westfälische Nachrichten |