| Die Vogelstange steht bereit |
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| Geschrieben von Egbert Kemker | |
| Dienstag, 7. Juli 2009 | |
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Alverskirchen - Die älteste Plakette datiert von 1840 dem offiziellen Gründungsjahr des Schützenvereins Alverskirchen. In der damals knapp 800 Einwohner zählenden Gemeinde fanden sich Bürger, die Festlichkeit, Feierlichkeit und Brauchtum pflegten, so ist es in den Chroniken zu lesen. „Im Wandel der Zeiten durchlebte der Verein zahlreiche Höhen und Tiefen“, schreiben die Verantwortlichen in ihrer Ankündigung des bevorstehenden Schützenfestes. Doch eines habe sich in nunmehr 170 Jahren nicht verändert: Das Fest ist ein Dorffest, das unter großer Beteiligung der Alverskirchener gefeiert wurde und wird. Bevor am Freitag (10. Juli) um 19 Uhr der Startschuss zum Prinzenschießen auf den Holzschuh erfolgt, richten zahlreiche helfende Hände einen der schönsten Schützenplätze im Kreis Warendorf her, heißt es in der Ankündigung. Offiziere, Spielmannszug, Fahnenschläger und Ehrengardisten absolvieren ihre letzten Übungseinheiten. Die Vogelstange ist gestrichen und geschmiert. Vogelbauer Heinz Brockmann und Antonius Wiesmann kreierten mit Motorsäge und Farbe das hölzerne Federvieh. Die Spannung wird am Samstag ihren Höhepunkt erreichen, wenn am Nachmittag die potenziellen Nachfolger von Goldkönigin Dagmar Gilsdorf an der Vogelstange eintreffen. Irgendwann wird der Vogel dem Beschuss nicht mehr standhalten und von der Stange fallen. Die Zeit des Wartens verkürzt sich durch ein Programm für die Kinder, das Scheibenschießen für Jedermann und bei Kaffee und Kuchen von Festwirt Frank Strohbücker. Am Abend lädt Königin Dagmar Gilsdorf mit ihrem Gefolge die Alverskirchener zum Tanz mit der Band „EX-IT“ ein. Der zweite Festtag beginnt mit dem Gedenken an die gefallenen, vermissten und verstorbenen Mitglieder des Vereins. Nach den Schrecken der Kriege in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Gedenkfeier seit 1872 fester Bestandteil des Schützenfestes. Nach dem Gottesdienst um 9.30 Uhr spricht Gottfried Freiherr von Twickel Worte des Ge- und des Nachdenkens. Der Verein lebt durch seine Mitglieder. Besonders treue Mitglieder zeichnet der erste Vorsitzende Ernst Wiesmann auf dem anschließenden Frühschoppen im Festzelt aus. Bei Gulaschsuppe und dem traditionellen Töttchen beschließen die Alverskirchener den Vormittag. Der Nachmittag steht im Zeichen des Krönungsfestes. Ab 15 Uhr wird bei gutem Wetter im Schatten der St.-Agatha-Kirche die feierliche Zeremonie vollzogen. Seine Majestät kutschiert anschließend durch das Dorf und zeigt sich dem Volk. Die Polonaise und der anschließende Festball mit der Band „2-Night“ beschließen den zweiten Festtag. Festprogramm Das Festprogramm beginnt am Freitag (10. Juli) um 19 Uhr mit dem Prinzenschießen und der Ehrung. Am Samstag (11. Juli) treten die Schützen um 14 Uhr an der Schützenstraße an, um zur Vogelstange zu marschieren. Dort finden das Königs- und Scheibenschießen sowie Kinderspiele statt. Um 20 Uhr beginnt der Tanz mit der Band „EX-IT“. Am Sonntag (12. Juli) steht um 6 Uhr das Wecken durch Böllerschießen auf dem Programm. Um 9.30 Uhr beginnt das Hochamt für die gefallenen, vermissten und verstorbenen Schützenbrüder. Weiter geht es um 10.30 Uhr mit dem Antreten an der Schützenstraße. Es folgen Kriegerehrung, Frühschoppen und Ehrung der Jubilare. Um 15 Uhr treten die Schützen zur Krönung des Königspaares, zum Fahnenschlag und zum Festumzug an. Es folgen ein Kaffeetrinken und ab 19.30 Uhr Polonaise und Festball mit der Band „2-NIGHT“ (Abendgarderobe ist ausdrücklich erwünscht). |
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